Jobsuche 2.0

Veröffentlicht am 09.03.2018 von Judith

Kaum einer greift heute noch zur Zeitung, wenn er auf der Suche nach einer neuen Stelle ist. Vielmehr tummeln sich die Arbeitssuchenden in Online Jobbörsen oder suchen gezielt in sozialen Netzwerken nach Jobs. Die sozialen Netzwerke bieten für Arbeitssuchende ganz neue Möglichkeiten mit dem Unternehmen bzw. Personalern in Kontakt zu treten. Zudem nutzen immer mehr Unternehmen twitter und Co. um neue Mitarbeiter anzuwerben. Außerdem können Suchende das Web 2.0 nutzen, um sich zu ideal zu präsentieren und Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Viele wissen aber noch nicht, wie sie das Internet am besten nutzen können und trauen sich auch meistens nicht von der Norm anzuweichen. Aber gerade solche Bewerber, die den Mut haben mehr über sich Preis zugeben, sind in den Unternehmen gefragter denn je.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Personalchefs ihre Kandidaten googeln um sich ein besseres Bild über den Bewerber zu machen. Genau diese Tatsache kann jeder Arbeitssuchende für sich zum Vorteil machen. Denn der suchende Personaler, sollte auch die richtigen Informationen finden. Heute will ich einige Tipps geben, wie sich Arbeitssuchende das Internet zu nutzen machen und gezielt Informationen im Internet streuen können.

1. Facebook, Twitter und Co.

Hier gilt das Motto, „Wer kennt wen?“. Denn in den meisten Unternehmen ist es so, dass die Jobs zunächst intern vergeben werden, also an Freunde und Bekannte der Belegschaft. Unter die Kategorie „Freunde & Bekannte“ fallen auch Kontakte aus den sozialen Netzwerken, die man vielleicht gar nicht so gut kennt, aber man weiß, dass derjenige auf Jobsuche ist. Bei sozialen Netzwerken ist es nicht wichtig, dass man über 500 Leute kennt. Vielmehr ist die Qualität der Freundschaften entscheidend, daher sollte man Kontakte zu Personen aufbauen und diese pflegen. Denn niemand empfiehlt einen weiter, wenn er nichts über denjenigen weiß. Daher sollte man gezielt Kontakt zu Personen suchen, die in Unternehmen arbeiten, bei denen man sich vorstellen kann irgendwann zu arbeiten.

Unternehmen setzten vermehrt auf das Anwerben von neuen Mitarbeitern über twitter, denn die Mitglieder die bei twitter aktiv sind gelten als offener und sind besser informiert. Bei twitter können Statusnachrichten in knapper Form an alle wichtigen und interessanten Leute gesendet werden. Auf Facebook und MeinVZ kann man dortige Gruppenzugehörigkeit sehr gut zum Selbstmarketing nutzen. Allein auf Facebook gibt es eine enorme Anzahl an Gruppen rund um das Thema Jobs. Wer dort eine Statusnachricht veröffentlicht kann sich sehr sicher sein, dass sich die Meldung mit Hilfe des „Gefällt mir“ -Buttons in Windeseile verbreiten wird. Je mehr es lesen, desto wahrscheinlicher ist es, dass es auch die Richtigen lesen werden.

2. Blogs

Die Jobsuche so öffentlich zu gestalten ist für viele unvorstellbar, aber grade dort liegt die Chance. Einen Blog zu erstellen zeigt Engagement und Kreativität der Bewerbers und unterstreicht, wie wichtig einem selbst ein guter Job ist. Zudem hat man auch auf dem Blog die Möglichkeit sich viele ausführlicher vorzustellen. Zum Beispiel kann man viel intensiver auf abgeschlossene Projekte und auf die Berufserfahrung eingehen als in einer normalen schriftlichen Bewerbung. Da jeder Personaler die Bewerber googelt, wäre es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wenn dieser auf dem eigenen persönlich Blog landen würden. Denn so kann sich der Personaler ein viel besseres Bild über den Bewerber machen, was sich natürlich auch positiv auf die Entscheidung auswirken könnte. Natürlich kann ein Blog die schriftliche Bewerbung nicht vollständig ersetzen, sondern unterstützen.

3. Youtube

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und mit einem „Bewerbungsvideo“ kann sich der Personaler ein viel besseres Bild über die Leistung und die Stärken des Bewerbers machen, als er es mit einer schriftlichen Bewerbung könnte. Ein Bewerbungsvideo auf Youtube reinzustellen ist ein Trend, welcher aus den USA zu uns rüber schwappt. Von dem aber noch viele nichts halten, obwohl ein Video perfekt ist, um seine Stärken hervorzuheben. Zum Beispiel kann ein Koch in einem Video zeigen, wie seine Arbeitsabläufe sind und was er so alles anrichten kann. Je kreativer, desto besser – denn je mehr auf das Video klicken, desto schneller verbreitet es sich. Dadurch ist es viel wahrscheinlicher, dass das Video auch von der richtigen Person gesehen wird. Und solch kreativen Einfälle werden auch viel öfter weiter erzählt und empfohlen, somit ist eine schnelle Aufmerksamkeit garantiert.

Viele denken, dass eine schriftliche Bewerbung ausreichend ist. Jedoch sollte man bedenken, dass sich auf eine Stellenausschreibung immer eine große Anzahl von Leuten bewirbt, die eventuell auch besser qualifiziert sind. Hier ein Beispiel, welches dies verdeutlicht, „im Rahmen des „Auto 5000“-Projekts gingen bei VW allein in der ersten Woche über 20.000 Bewerbungen ein, am Ende waren es sogar über 400.000 Bewerbungen.“ In solchen Fällen ist es sehr entscheidend sich von der Masse abzuheben und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Haben Sie bereits positive Erfahrungen mit der Jobsuche bei Facebook, twitter und Co. machen können? Oder sind Sie der Meinung, dass eine schriftliche Bewerbung vollkommen ausreicht? Vielleicht haben Sie ja noch andere Tipps?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,

Maja Nedeljkovic

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