In der Krise Kunden halten und/oder Neukunden gewinnen

Wahrscheinlich können Sie das Wort Krise langsam nicht mehr hören! Da gibt es einen einfachen Trick: Sehen Sie die Krise als Chance. Leichter gesagt als getan denken Sie jetzt? Da haben Sie Recht! Für einen Mitarbeiter im Opel-Werk habe ich jetzt leider keinen guten Rat. Aber für Einzelhändler und Dienstleister!

Wie können Sie (kostengünstig) Werbung machen und welche einfachen Grundvoraussetzungen sollten Sie erfüllen, um Kunden an Ihr Unternehmen zu binden? Bitte lachen Sie jetzt nicht: überzeugen Sie Ihre Kunden mit Service und Freundlichkeit. „Jaja“ werden sich jetzt viele denken. Aber wenn es so selbstverständlich wäre, würde ich es hier nicht schreiben! Der Kunde ist König – in der Krise erst recht!

Seien Sie froh, dass er Ihr Kunde ist und nicht der des Konkurrenten. Und behandeln Sie ihn auch so! Dass Sie Ihre Kunden freundlich begrüßen und verabschieden, sollte (spätestens jetzt wieder) selbstverständlich sein. Aber gerade das „Mehr“ kann jetzt punkten. Es ist gerade kein anderer Kunde im Laden? Dann tragen Sie der Kundin die Einkaufstasche kurz vor die Tür. Als Obsthändler könnten Sie ihr einen Apfel schenken, denn: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Genauso kann der Florist der Kundin zu ihrem Strauß eine einzelne Blume schenken. Da freut sich jede Frau drüber 🙂

Der Kunde hat schon fünfmal geniest? Wünschen Sie ihm eine gute Besserung. Wenn der Kunde schon öfter mal da war, fragen Sie doch einfach mal, wie es ihm geht. Das ist Ihnen zu aufdringlich? Dann bietet sich Smalltalk an: Wetter, Fussball, usw.

Wichtig ist in schwierigen Zeiten mehr denn je der persönliche Aspekt. Bauen Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihrer Klientel auf. Das bindet die Konsumenten stärker an Ihren Betrieb. Wenn Ihr Konkurrent zwei Cent billiger ist, Sie dafür aber immer freundlicher sind und Ihren Kunden dann und wann mal ein kleines Extra zukommen lassen, werden sie Sie dennoch bevorzugen.

Aber Sie müssen sich auch an den neuen Markt anpassen. Bei den wenigsten sitzt das Geld momentan locker, nahezu jeder versucht zu sparen. Und wer versucht zu sparen, der versucht oftmals auch zu handeln. In der FAZ war heute anlässlich der CEBIT zu lesen, dass Mitarbeiter in Verhandlung mit ihrem Hotel gegangen sind. Dabei wurden deutliche Worte gesprochen: „Wenn Sie wollen, dass wir auch im kommenden Jahr noch zu Ihnen kommen, lassen Sie sich etwas einfallen“. Das tat der Hotelangestellte und der Unternehmer zahlt jetzt für jedes Zimmer seiner Angestellten 50,- Euro weniger die Nacht.

Preise erhöhen ist sicher nicht das Klügste, was Unternehmer derzeit leisten können. Mein Lieblingscafé hat z. B. kürzlich die Preise erhöht. Ein Kaffee kostet jetzt statt 1,60 € 1,80€. Lag die Apfelschorle immer bei 2,10 € schlägt sie jetzt mit 2,40€ zu Buche. Das finde ich ganz schön happig! Ich gehe da jetzt seltener hin – einfach aus Prinzip! Denn die Portionen sind gleich geblieben. Das Personal war auch schon freundlicher. Neulich hat die Kellnerin sich bei mir beklagt, dass in letzter Zeit viel weniger los sei. Ist das verwunderlich? Der Konsument erwartet momentan mehr Leistung bei niedrigeren Kosten. Preise senken ist sicherlich nicht immer angebracht. Aber zumindest gleichbleibend sollten sie derzeit bleiben.

Und dann sollten Sie natürlich versuchen, Kunden anzulocken. Die günstigste und einfachste Methode hierfür ist natürlich die Mund-zu-Mund-Propaganda: Ihre Kunden empfehlen Sie weiter, weil Sie einfach sagenhaft gut sind. In der Realität sieht das schwierig aus und Sie müssen wohl eher auf Marketinginstrumente zurück greifen. Bieten Sie Rabattaktionen an und promoten Sie diese. Sie können klassische Werbeformate nutzen, wie Print, Radio, Flyer,… Wenn Sie eine eigene Website haben, sollten Sie diese aktiv nutzen. Wenn Sie ein CMS(Content-Management-System) benutzen, können Sie die Inhalte Ihrer Website ändern.

Nutzen Sie diese Chance: werben Sie aktiv mit Angeboten! Vielleicht gewähren Sie spezielle Rabatte für Online-Kunden.

Sie versenden Newsletter? Integrieren Sie doch in das nächste Mailing einen Gutschein. In Social Networks können Sie sich auf die Suche nach potenziellen Kunden machen. Suchen Sie z. B. bei Xing nach Leuten, die genau Ihr Produkt brauchen. Auch über Twitter können Sie über Angebote informieren – das lohnt sich natürlich nur, wenn Sie entsprechende Follower haben.

So und jetzt bin ich gespannt, wie Sie das handhaben! Ist die Krise schon so weit bei Ihnen angekommen, dass Sie (oder Ihr Chef) eine bestimmte Strategie fahren? Haben Sie noch Tipps für unsere Leser? Ich freue mich auf Ihr Feedback!

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